Wie das richtige Wünschen geht

Wie das richtige Wünschen geht
Wie das richtige Wünschen geht

Wie das richtige Wünschen geht

Richtig wünschen und das Richtige wünschen

Ich will richtig wünschen und mir das Richtige wünschen! Das ist mein Ziel. Und meine Hoffnung, auf diesem Weg eine magische Weihnacht erleben zu können und zu dürfen.

Wobei das richtige Wünschen ja schon beinhaltet, dass ich mir auch das Richtige wünsche. Also werde ich in der Untersuchung meiner Weihnachtswünsche mit der Frage nach dem Richtigen beginnen.

Das Mögliche

Bevor ich mich um das richtige Wünschen kümmere, will ich mich noch kurz fragen: Was ist denn das Mögliche?

Denn nur das Mögliche kann ich mir auch sinnvollerweise wünschen. Es wäre sicher nur wenig ergiebig, wenn ich mir wünschen würde, ohne Luft unter Wasser wie ein Fisch leben oder wie ein Vogel fliegen zu können.

Wenn ich also geklärt habe, dass mein Wunsch im Bereich des Möglichen liegt, kann es nun mit dem richtigen Wünschen losgehen.

Was ist das Richtige?

Wenn ich von mir sprechen darf, was ich ja sowieso die ganze Zeit schon tue: Das Richtige ist das, was mein Leben erhält und fördert; das Richtige ist das, was mich gut leben lässt. Dieses Richtige in meinen Wünschen gilt es nun zu finden. Damit mir das auch gelingen kann, mache ich mich jetzt also ohne Hast, dafür aber sorgsam ans Werk.

Die Schritte des richtigen Wünschens

Wenn ich mir etwas wünsche, etwas Großes wünsche, halte ich mich stets an meine mir selbst aufgestellten Regeln. Mir ist das ganz in Fleisch und Blut übergegangen; ich kann schon gar nicht mehr anders. Weil alles Andere in meinen Augen doch nur ein blindes Umherdümpeln wäre.

Wenn Du Dich auch in diesen Prozess des Wünschens hineinbegeben magst, bitte ich Dich: Nimm Dir Zeit! Denn nichts ist verheerender, als eine selbst erarbeitete, irrige Orientierung.

Erstens: Das Aufschreiben

Weil unser Wischiwaschi-Denken uns ungeprüft alle möglichen Herrlichkeiten vorgaukeln kann – wir sprechen ja auch von einem Wunschdenken, wenn unser ungeprüftes Wünschen unser Denken bestimmt – schreibe ich mir alle meine Wünsche auf. Und zwar schreibe ich sie penibel genau auf: Ich bilde ganze Sätze und jedes einzelne Wort in diesen Sätzen muss genau zutreffend sein.

Das ist unter Umständen ganz schön mühsam, aber Gott sei Dank!, ich bin es ja gewohnt. Schließlich ist dieses Schreiben tägliches Philosophen-Handwerk.

Zweitens: Das Verinnerlichen

Wünsche entstehen bei mir meistens aus einer kleinen zarten Idee, einem kleinen Impuls, einem Wunsch-Traum. Nur selten aus einem Wow-Effekt, so dass ich sofort sagen könnte: „Genau das ist es! Das will ich erreichen!“

Ich nehme mir also die freudige Muße, meine kleine Eingebung, meine zarte Idee im Geiste wachsen zu lassen. Bis sie sich vielleicht zu einem Wunsch entwickelt. Bis ich diesen Wunsch dann aufschreiben und festhalten kann.

Das Aufschreiben dient mir dabei aber nur in zweiter Linie dem Festhalten. Viel wichtiger beim Aufschreiben ist mir, dass ich im Schreiben ein genaues Bild von meinem Wunsch entwickeln kann und im Schreiben auch sofort merke, wenn das Bild oder der Wunsch noch unreif, unvollständig ist.

Drittens: Die Überprüfung der Folgen

Wenn ich nun ein reifes Bild von meinem Wunsch gewonnen habe, so versuche ich, die die Folgen und Bedingungen, Lebensbedingungen, zu bedenken, die eintreten, wenn mein Wunsch Wahrheit werden würde.

Freilich, wenn wir eine neue Idee haben oder einen neuen Wunsch kreieren, sind wir erst einmal über alle Maßen begeistert. Das ist auch schön und gut so; das verleiht uns Tatkraft. Doch sollten wir in diesem Schritt nicht verfehlen, mit aller Weisheit und Besonnenheit, die uns zur Verfügung steht, zur Sache zu gehen. Hier, in diesem Schritt stellen wir gerade womöglich die Weichen für unser zukünftiges Leben!

Viertens: Zwischencheck! Alles ok?

Kann ich zu allen Folgen „Ja!“ sagen? Werde ich unter den neuen Lebensbedingungen glücklich und bereichert leben können?

In diesem Schritt wird mir reichlich Besonnenheit abverlangt. Denn weder sollte ich mich in meinem Urteil von euphorischen noch von pessimistischen Grundhaltungen, manche sprechen hier von Glaubenssätzen, leiten lassen. Wie gut, dass Sokrates mein Mentor war!

Fünftens: Das Ausmalen

Wenn ich endlich, nach ausgiebiger Prüfung aller Folgen, zu meinem neuen Wunsch „Ja“ sagen kann, beginnt der köstliche Aspekt des Ausmalens. Dabei dürfen wir genauso akribisch und erfindungsreich sein wie ein Kind, das eine Malvorlage mit Farben füllt. Und wir dürfen, nein: wir sollten auch ebenso begeistert sein.

Ebenso, wie es bisher darum ging, das möglicherweise vorhandene Negative unserer Wünsche zu erkennen, um mögliche Irrtümer und Irrwege auszuschließen, um uns vor Enttäuschungen und Schaden zu bewahren, blicken wir nun auf das Positive.

Denn nun, beim Ausmalen geht es darum, alle positiven Aspekte, die eine Erfüllung unseres Wunsches womöglich mit sich bringt, kennen zu lernen. Dabei geht es mir nicht nur darum, traumwandlerisch Freude zu erleben.

Vielmehr geht es mir darum, eine Kraftquelle, eine Motivationsquelle für die Verwirklichung dieses Wunsches zu erschaffen. Und natürlich schreibe ich alle positiven Aspekte, die mir einfallen, auf. Und wenn sich die Einfälle erst über Tage und Wochen einstellen, dann schreibe ich sie immer dazu. Damit ich mich an sie erinnern kann. Damit ich sie auswendig lernen kann. Und dass ich sie, im besten Fall, nie wieder vergesse.

Sechstens: Mach es groß!

Dass ich meine Ideen nie wieder vergesse, unterstütze ich noch durch einen weiteren Trick. Die Regel lautet: Mach es groß!

Ich schmücke also alle positiven Aspekte meines Wunsches so weit als irgend möglich aus und versuche wirklich „groß“ zu denken. Übertreiben ist dabei nicht nur erlaubt; es ist geradezu erwünscht! Weil mir das Übertreiben hierbei hilft, meinen Wunsch in meinem Gedächtnis zu verankern. Damit ich meinen Wunsch nie wieder vergesse.

Siebtens: Die konkrete Ausarbeitung

Das Wünschen und sich seiner Wünsche klar zu werden, ist eine wertvolle Aufgabe. Nicht weniger wertvoll ist es, uns zu überlegen, wie wir denn das Wahr-Werden unserer Wünsche unterstützen können.

Wie, durch welche ganz praktischen Handlungen oder Aktionen können wir unseren Träumen zu einer Existenz verhelfen? – Wie kann ich tatkräftig die Manifestation der Erfüllung meines Wunsches vorantreiben? – Wie kann ich meinen Wunsch wahr werden lassen?

Achtens: Lebe mit Deinen Wünschen

Der achte Schritt ist, glaube ich, gar nicht so einfach. Jedenfalls fällt er mir schwer. Dieser Schritt ist: Wir müssen (und dürfen) mit unseren Wünschen leben. Unsere Wünsche müssen (und dürfen) uns im Alltag ständig präsent sein. Sie müssen uns ständig präsent sein, damit sie sich verfestigen, entwickeln und Schritt für Schritt verwirklichen können. Damit sie Schritt für Schritt manifestieren können.

Neuntens: Habe Geduld

Ebenfalls nicht einfach ist dieser neunte Schritt. Wir müssen uns in der Erwartung der Erfüllung unserer Wünsche gedulden. Wir müssen geduldig sein, damit sich unsere Wünsche erfüllen können.

Wir dürfen auch den Mut, dass unsere Wünsche erfüllt werden oder dass wir unsere Wünsche erfüllen können, nicht verlieren

Und unter Umständen müssen wir auch Fehlschläge und Misserfolge auf unserem Weg zu akzeptieren lernen.

Wie das richtige Wünschen geht?

So jedenfalls, glaube ich, dass das richtige Wünschen geht. Ich jedenfalls werde es in dieser Adventszeit ausprobieren, mich zum Weihnachtsfest über die mir bevorstehenden Gaben, die Erfüllung meiner Wünsche, freuen und zuversichtlich ins neue Jahr schauen, um meine erfüllten Wünsche zu genießen.